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Studie: Schutz für Babys vor häufigem Virus könnte Asthma im Kindesalter vorbeugen

• Nov 29, 2025, 7:00 AM
3 min de lecture
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Babys, die an einem verbreiteten Virus schwer erkranken, entwickeln in der Kindheit deutlich häufiger Asthma. Besonders, wenn in der Familie Allergien oder Asthma vorkommen, wie neue Forschung zeigt.

Forschende gehen davon aus: Eine RSV-Infektion im Säuglingsalter und genetische Allergierisiken greifen ineinander. Das macht Kinder anfälliger für Asthma, eine chronische Erkrankung, die die Atemwege in der Lunge entzündet und anschwellen lässt.

Das bedeutet: Der Schutz von Neugeborenen vor RSV könnte die spätere Belastung durch Asthma verringern. So steht es in der im Fachjournal Science Immunology veröffentlichten Studie.

„Diese Studie zeigt, wie besonders verletzlich das Immunsystem in den allerersten Lebenswochen ist“, sagte Hamida Hammad, Mitautorin der Studie und Forschungsleiterin am VIB-UGent Center for Inflammation Research (IRC).

„Schon ein einziger Virusangriff in diesem Zeitfenster kann die Atemwegsgesundheit über Jahre prägen“, schrieb sie Euronews Health.

RSV verursacht meist milde, erkältungsähnliche Symptome. Für Babys unter sechs Monaten kann es jedoch gefährlicher sein. Jedes Jahr bringt das Virus in der Europäischen Union, Norwegen und im Vereinigten Königreich rund 213.000 Kinder unter fünf Jahren ins Krankenhaus.

Unterdessen wurden in der EU laut jüngsten Daten fünf Komma sieben Prozent der Bevölkerung mit Asthma diagnostiziert. Die Spannbreite reicht von ein Komma fünf Prozent in Rumänien bis neun Komma vier Prozent in Finnland.

Die Forschenden sagen, Asthma zu verhindern – heilbar ist es nicht – sei eine zentrale Aufgabe im öffentlichen Gesundheitswesen.

Sie analysierten Gesundheitsdaten aller zwischen 1994 und 2018 in Dänemark geborenen Kinder. Zusätzlich führten sie kontrollierte Laborversuche durch, um das Zusammenspiel zwischen frühen Virusinfektionen und genetischen Allergierisiken zu klären.

Neugeborene, die wegen RSV im Krankenhaus lagen, erhielten dreimal so häufig eine Asthma-Diagnose wie Babys, die nicht stationär behandelt wurden. Bei schwer erkrankten Babys, deren Eltern Asthma hatten, war das Risiko noch höher.

Auch andere Teams haben einen Zusammenhang zwischen RSV und kindlichem Asthma gefunden. Ob das Virus die Erkrankung direkt auslöst, ließ sich bisher jedoch schwer belegen.

In Mausmodellen zeigte sich: Virusinfektionen verändern das Immunsystem und machen Neugeborene anfälliger für gängige Allergene wie Hausstaubmilben. Zudem übertragen allergische Mütter entsprechende Antikörper auf ihre Babys, das erhöht die Empfindlichkeit gegenüber diesen Reizstoffen zusätzlich.

Die Forschenden hoffen, dass die Ergebnisse die RSV-Impfung stärken. Langfristig könnte sie die Atemwegsgesundheit von Kindern verbessern.

„Wenn die Vermeidung von RSV-Infektionen auch das Asthma-Risiko senkt, könnten die Vorteile für Familien und Gesundheitssysteme enorm sein“, sagte Dr. Bart Lambrecht, Mitautor der Studie und wissenschaftlicher Direktor des IRC.

Im Jahr 2023 hat die Europäische Union den ersten RSV-Impfstoff zugelassen, der Babys bis zu sechs Monaten schützt. Werden Frauen in der Schwangerschaft geimpft, bildet der Impfstoff Antikörper, die auf den Fötus übergehen.

Gesundheitsbehörden empfehlen die Impfung für Schwangere in Belgien, Frankreich, Luxemburg und Slowenien. Die Nachfrage ist jedoch uneinheitlich.

„Jetzt können Politik, Wissenschaft und Kinderärztinnen und Kinderärzte zusammenrücken“, sagte Lambrecht.

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz übersetzt. Ein Problem melden : [feedback-articles-de@euronews.com].