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Ist Wien langweilig? Österreich lädt ein ganzes schottisches Dorf ein

• Nov 29, 2025, 7:18 AM
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Ein ganzes schottisches Dorf ist für das nächste Jahr nach Österreich eingeladen, als Teil einer augenzwinkernden „Kulturinitiative“.

Der Wiener Tourismusverband ist bis nach Dull in Perthshire, Schottland, gereist und hat den rund 100 Einwohnerinnen und Einwohnern mit Wachssiegel versehene Einladungen sowie Geschenktüten persönlich überreicht.

Er bittet sie offiziell, im kommenden Januar ein Wochenende in der Hauptstadt zu verbringen. Der Monat gilt oft als der langweiligste im Jahr.

„Während vielerorts Dry January und Fitnesspläne angesagt sind, startet Wien ins Jahr im Festmodus, mit mehr als 400 Bällen jährlich, einer der größten Eislaufflächen der Welt und von der UNESCO gewürdigten kulinarischen Schätzen“, erklärt der Tourismusverband.

„Und wer könnte besser beurteilen, ob Wien ‚dull‘ ist, als die Bürgerinnen und Bürger von Dull selbst?“

Eine maßgeschneiderte Reise nach Österreich

Dull hat in den vergangenen Jahren weltweit Aufmerksamkeit bekommen. Bekannt ist der Ort für seine Partnerschaft mit Boring im US-Bundesstaat Oregon.

Der Wiener Tourismusverband sagt jedoch, Dull sei zwar „pittoresk“ und von üppiger Landschaft umgeben, es fehle aber an Theatern, Galerien, Konzertsälen und Kulturorten.

Partnerschaftsschild im Dorf Dull, Perth and Kinross, Schottland.
Partnerschaftsschild im Dorf Dull, Perth and Kinross, Schottland. Peter Mercator

Die Gäste aus Dull wohnen daher im Luxushotel Imperial, einem der bekanntesten Hotels Wiens, das bereits Königin Elizabeth II. und The Rolling Stones beherbergt hat.

Jeder erhält außerdem ein persönliches Programm nach den eigenen Interessen. Dazu zählen Führungen im Kunsthistorischen Museum und im Naturhistorischen Museum, Tanzkurse, Eislaufen beim Wiener Eistraum, eine Besichtigung von Schloss Schönbrunn und vieles mehr.

Der Wiener Tourismusverband sagt, dass sogar ein Treffen mit der britischen Botschafterin in Österreich, Lindsay Skoll, möglich sein könnte.

Dull kommt nach Wien

„Wir sind stolz auf unsere Museen, Konzerte, Bälle und den Winterzauber. Und wir haben Sinn für Humor“, sagt Norbert Kettner, Geschäftsführer des Wiener Tourismusverbandes.

„Der Januar gilt oft als der langweiligste Monat. Genau deshalb wollten wir Dull nach Wien holen.“

Kettner nennt die Kampagne eine „perfekte Gelegenheit“, zu zeigen, wie lebendig die Wintersaison sein kann.

„Wir hoffen, dass viele Einwohnerinnen und Einwohner mitkommen. Und wir sind gespannt auf ihr Expertenurteil“, fügt er hinzu.

Mit der Initiative bittet der Verband die Menschen in Dull, zu bestätigen, dass Wien nicht langweilig ist. Auch im Januar.