Ceuta: Spanien mobilisiert Impfstoffe nach Tuberkulose- und Krätzefällen
Das Gesundheitsministerium hat die autonomen Gemeinschaften kurzfristig zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen. Thema ist die Versorgung mit Impfstoffen für die Migrantinnen und Migranten, die in Ceuta bleiben, nach der Massenankunft aus Marokko Ende Juli.
Die außerordentliche Sitzung der Kommission für öffentliche Gesundheit findet an diesem Montag, dem 24. August, um 12.00 Uhr per Videokonferenz statt, berichten mehrere spanische Medien. Sie vereint Vertreterinnen und Vertreter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes aus den autonomen Gemeinschaften und Städten.
Nach Informationen der Zeitung „El Mundo“ steht nur ein Punkt auf der Tagesordnung: die Einführung eines „Solidaritätsmechanismus für Impfstoffe im Zusammenhang mit der Lage in Ceuta“.
Die Sitzung soll sicherstellen, dass die autonome Stadt genügend Impfdosen erhält. Ziel ist es, die Migrantinnen und Migranten zu immunisieren, die dort weiter ausharren, und den Schutz vor verschiedenen Infektionskrankheiten zu stärken.
Impfungen gegen Polio, Diphtherie und Windpocken
Zu den Impfstoffen, die das Gesundheitsministerium verabreichen will, gehört die Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln, die vor Masern sowie vor Mumps und Röteln schützt. Außerdem plant das Ministerium Impfungen gegen Krankheiten wie Windpocken, Poliomyelitis, Tetanus und Diphtherie.
Die Migrationskrise erhöht zudem den Druck auf die Gesundheitsdienste der Stadt. Zwischen dem 31. Juli und dem 14. August verzeichnete das Nationale Institut für Gesundheitsmanagement (Ingesa) 5.801 Behandlungen im Zusammenhang mit der Krise. Zusätzlich betreute das vom Spanischen Roten Kreuz am Strand Trampolín eingerichtete Einsatzteam mehr als 2.500 weitere Menschen. Am 31. Juli wurde der Höchststand erreicht: 1.149 Behandlungen an nur einem Tag.
Das Ministerium meldet zudem 18 Minderjährige mit positivem Mantoux-Test und zwei bestätigte Tuberkulosefälle. Ärztinnen und Ärzte berichten auch über Konsultationen wegen Gastroenteritis, Krätze und Impetigo. Die spanische Armee hat in der Generalkommandantur in Ceuta mindestens 24 Fälle von Krätze unter ihren Soldaten registriert.
Die Spanische Gesellschaft für Epidemiologie betont jedoch, dass diese Krankheiten nicht unmittelbar mit der Eigenschaft als Migrant verknüpft werden dürfen. Die gesundheitlichen Probleme stehen demnach vor allem mit Enge, schlechten hygienischen Bedingungen und fehlenden Ressourcen in Zusammenhang, unter denen viele dieser Menschen leben.
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz übersetzt. Ein Problem melden : [feedback-articles-de@euronews.com].
Today