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Studie: Klimawandel setzt 560 Millionen Kinder jedes Jahr zusätzlichem Hitzestress aus

• Aug 28, 2026, 5:16 AM
4 min de lecture
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Kinder sind heute an deutlich mehr Tagen im Jahr Hitzestress ausgesetzt als frühere Generationen. Diese Belastung dürfte nach einer neuen Studie weiter zunehmen.

Forschende der Vrije Universiteit Brussel kommen zu dem Schluss, dass jüngere Bevölkerungen überdurchschnittlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Dazu zählen direkte körperliche Belastungen und indirekte Bedrohungen wie Unsicherheit bei der Versorgung mit Nahrung und Wasser.

Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal Science Advances (Quelle auf Englisch), zeigen, dass bis zu 560 Millionen Kinder im Alter von null bis neun Jahren jedes Jahr mindestens einen zusätzlichen Monat mit Hitzestress erleben, verursacht durch den menschengemachten Klimawandel.

„Der Klimawandel führt schon heute dazu, dass weltweit Hunderte Millionen Kinder unter gefährlicher Hitze leiden. Das bringt schwere Risiken für ihre Gesundheit mit sich“, sagte Rosa Pietroiusti, Hauptautorin der Studie.

„Gleichzeitig lassen Armut, ungeeigneter Wohnraum, begrenzter Zugang zu Kühlung und überlastete Gesundheitssysteme vielen Kindern kaum Möglichkeiten, sich vor der Hitze zu schützen.“

Kinder besonders gefährdet

Die Anfälligkeit für Hitzestress hängt stark vom Alter ab. Besonders gefährdet sind ältere Erwachsene, Neugeborene und junge Kinder.

„Kinder sind besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels und werden die sich verstärkenden Auswirkungen ihr ganzes Leben lang zu spüren bekommen“, schreiben die Autorinnen und Autoren.

Die Studie zeigt, dass Kinder stärker exponiert sind als jede andere Altersgruppe. Ihr Risiko liegt fast dreimal so hoch wie bei den 190 Millionen Menschen im Alter von sechzig bis neunundsechzig Jahren, die dieser zusätzlichen Gesundheitsgefahr ausgesetzt sind.

Übermäßige Hitze ist für den Körper gefährlich. Sie beeinträchtigt die Fähigkeit zur Temperaturregulation, verschlimmert bestehende Krankheiten und erhöht das Risiko für Hitzschlag, Nierenversagen und Lungenschäden.

Bei Kindern sind die Folgen besonders gravierend, wenn sie sich körperlich entwickeln und ihre Fähigkeit zur Regulierung der Körpertemperatur geringer ist. Sie schwitzen weniger pro Kilogramm Körpergewicht und haben eine höhere Stoffwechselrate. Dadurch erhitzen sie sich in Phasen extremer Hitze schneller.

Nach Angaben der Forschenden gibt es mehrere Faktoren, die die Belastung von Kindern durch gefährliche Hitze verstärken.

Die stärksten Zunahmen feuchter Hitze infolge des Klimawandels treten in tropischen Regionen und ärmeren Ländern mit jungen Bevölkerungen auf. Dazu gehören Südasien, Südostasien und Westafrika. Dort leben heute die meisten Kinder, die gefährlichem Hitzestress ausgesetzt sind.

Die Forschenden betonen außerdem, dass Kinder in den am stärksten betroffenen Regionen meist sozial und wirtschaftlich verletzlicher sind. Hitze trifft sie direkt durch Hitzebelastung und indirekt durch die Ausbreitung von durch Mücken übertragenen Krankheiten, gestörte Ernährungsroutinen von Kindern und Komplikationen bei der Geburt.

Blick in die Zukunft macht Sorgen

Auf Grundlage von Temperaturprognosen stellen die Forschenden fest, dass Kinder auch in alternden Gesellschaften überproportional stark Hitzestress ausgesetzt bleiben.

In einem Szenario, in dem die Welt um 1,5 °C wärmer ist, würden schätzungsweise 620 Millionen Kinder im Alter von null bis neun Jahren mindestens einen zusätzlichen Monat Hitzestress pro Jahr erleben. Für 390 Millionen Kinder werden mindestens insgesamt fünf Monate mit Hitzestress prognostiziert.

Steigt die Temperatur auf 2,0 °C, wären nach den Schätzungen 650 Millionen Kinder jedes Jahr mit mindestens einem zusätzlichen Monat Hitzestress konfrontiert. Für 420 Millionen Kinder würden sich mindestens insgesamt fünf Monate Hitzestress ergeben.

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz übersetzt. Ein Problem melden : [feedback-articles-de@euronews.com].