Zentralasien: Mit der EU "als Ganzes" zusammenarbeiten

Zwei Hauptbotschaften schwangen in allen Reden der zentralasiatischen Staats- und Regierungschefs auf dem ersten EU-CA-Gipfel in Samarkand, Usbekistan, mit.
Die eine war, dass sie einmal mehr bewiesen haben, dass die Region Stabilität, gutnachbarliche Beziehungen und ein harmonisches Konzept für die weitere Entwicklung erreicht hat. Und dass die Europäische Union dies anerkannte, indem sie sie als eine Einheit sprach, was ihnen auf der internationalen Bühne mehr Gewicht verleiht.
Kasachstan, die größte Volkswirtschaft der Region, hat hohe Erwartungen an die nächsten Schritte.
13 % aller Öl- und Gasimporte der EU stammen aus Kasachstan, während Investitionen aus dem europäischen Block 43 % aller ausländischen Investitionen in dem größten zentralasiatischen Land ausmachen.
"Zentralasien ist stabil"
Im Gespräch mit Euronews sagte der stellvertretende kasachische Ministerpräsident Serik Zhumangarin, der Gipfel in Samarkand sei eine Gelegenheit gewesen, zu zeigen, dass die zentralasiatische Region stabil sei und gleichermaßen zu den strategischen Beziehungen mit Europa beitragen könne.
"Die wichtigste Schlussfolgerung für uns ist, dass Zentralasien jetzt im Prinzip als Ganzes wahrgenommen wird. Zentralasien ist eine verlässliche Brücke zwischen China, Südostasien und Europa, aber auch ein verlässlicher Lieferant für die notwendigen Materialien. Wir sprechen hier von allem, von Uran, Öl und Gas bis hin zu kritischen Materialien, Nahrungsmitteln und Weizen."
Die zweite wichtige Botschaft ist, dass die zentralasiatischen Staats- und Regierungschefs sämtliche Formen der Zusammenarbeit, die ihnen von den europäischen Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel vorgeschlagen wurden, annehmen, weil sie darin, so sagen sie, einen Weg zur weiteren Entwicklung sehen.
Auf dem Gipfel in Samarkand ging es vor allem um neue Projekte, Programme und Initiativen, die von der Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen, Finanzorganisationen und privaten Investoren aus allen EU-Mitgliedstaaten profitieren könnten.
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