Bisher größte Aktion: Hilfs-Flotilla mit Greta Thunberg will Gaza-Blockade durchbrechen

Es ist nicht der erste Versuch von Aktivisten, sich mit der Global Sumud Flotilla auf den Weg nach Gaza zu machen, um Israels Blockade zu durchbrechen und Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen - u.a. von Barcelona, Sizilien und Tunesien aus.
Im vergangenen Juni waren mehrere Aktivisten bereits zusammen mit der Schwedin Greta Thunberg an Bord der Madleen, und im vergangenen Juli auf dem Segelschiff Handala, die beide weit vor der Küste des Gazastreifens von Israel gestoppt wurden.
Unter den diesjährigen Teilnehmern: Prominente wie die inzwischen 78-jährige US-Schauspielerin Susan Sarandon und der 64-jährige irische Schauspieler Liam Cunningham, der in Game of Thrones eine Nebenrolle spielte. Aber auch Aktivisten aus Deutschland sind auf der Flotilla. Zum Beispiel die umstrittene propalästinensische Aktivistin Yasemin Acar aus Berlin. Aus Portugal reist die Abgeordnete des Linksblocks, Mariana Mortágua, mit der Flotilla. Auch der Aktivist Miguel Duarte und die Schauspielerin und ehemaliges Model Sofia Aparício gehören zu der Gruppe, die an Bord der humanitären Flottilla in den Gazastreifen reisen wird.
Die Global Sumud Flotilla transportiert Lebensmittel, Wasser und Medikamente. Aktivisten an Bord forderten laut einer Erklärung eine sichere Durchfahrt, um die dringend benötigte Hilfe zu liefern, sowie die Öffnung eines humanitären Seekorridors.
Portugals Regierung will die Flotilla nicht schützen
Das portugiesische Außenministerium hat am Samstag klargestellt, dass die portugiesische Regierung nach internationalem Recht nicht verpflichtet ist, die humanitäre Flottilla, die am 4. September nach Gaza aufbricht, zu begleiten und zu schützen. Auch wenn sich eine Abgeordnete auf dem Schiff befindet.
Der Außenminister sagte, dass der portugiesische Staat "nichts zum Schutz oder zur Begleitung" der humanitären Flottilla nach Gaza verprlichtet ist, unabhängig davon, ob ein Mitglied des nationalen Parlaments an Bord ist oder nicht.
"Die Teilnahme an der Global Sumud Flotilla ist eine autonome Initiative der Zivilgesellschaft, die keine Verbindung zum portugiesischen Staat hat", erklärte das Außenministerium am Freitag (29. August) in einer Antwort an Observador.
In einem Gespräch mit Euronews am 27. August sagte der Teilnehmer der Aktion Miguel Duarte, er habe den Staats- und Außenminister über die Mission informiert, damit "alle möglichen Anstrengungen unternommen werden können, um unsere Sicherheit und die Sicherheit der humanitären Hilfe, die wir nach Gaza bringen, zu garantieren, was ich als das Minimum des Minimums betrachte", erklärte er.
In Italien unterstützten Oppositionsparteien die Gaza-Flotilla
Italien wird eine Einsatzzentrale in den Häfen von Catania und Genua einrichten und Wasser für die etwa 250 Mitglieder der Gruppe bereitstellen. Die italienischen Aktivisten haben mehr als eine Million Euro gesammelt, um die Betriebskosten, den Kauf und Transport von Medikamenten und Lebensmitteln sowie die gesamte Logistik der Expedition zu finanzieren.
Mehrere Schiffe aus Genua wollen sich der Global Sumud Flotilla anschließen, die am 4. September nach Gaza aufbricht.
Der fast 23 Monate andauernde Krieg hat mehr als 63.000 Menschen das Leben gekostet, wobei laut Angaben des Gesundheitsministeriums von Gaza mindestens 332 Palästinenser an Unterernährung starben, darunter 124 Kinder.
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