Griechenland: Baby getötet – Hinweise auf Kindesmissbrauch
Der etwa acht bis neun Monate alte Junge hatte dem Gutachten zufolge mehrere Verletzungen durch einen spitzen Gegenstand am Rücken.
Bei der Obduktion fanden die Sachverständigen über zehn Wunden am Rücken des Säuglings. Die schweren Verletzungen wurden als unmittelbare Todesursache eingestuft. Die Ermittler konzentrieren sich nun klar auf den Verdacht eines Tötungsdelikts.
Ans Licht gekommen war der Fall, als der Besitzer einer Ferienwohnung in Kypseli die Polizei rief. Er gab nach Medienberichten an, dort wohne seit etwa einem Monat eine Familie, die die vereinbarte Miete nicht zahlte. Zudem berichtete er von Drogenkonsum in der Wohnung.
Bei der Durchsuchung traf die Polizei auf einen 43-jährigen Griechen und seine 38-jährige deutsche Partnerin, die nach bisherigen Informationen keine gültigen Aufenthaltspapiere hatte. In der Wohnung hielten sich außerdem drei Minderjährige auf: ein 15-jähriges Mädchen und zwei Jungen im Alter von zwölf und neun Jahren. Anwesend war auch ein 26-jähriger Afghane, der angab, mit der 15-jährigen liiert zu sein; das Mädchen soll schwanger sein.
Minderjährige im Kinderkrankenhaus
Die beiden Jungen im Alter von neun und zwölf Jahren sowie die 15-Jährige kamen in ein Kinderkrankenhaus, wo Ärzte sie gründlich untersuchten.
Nach bisherigen Erkenntnissen haben Ärzte beim 9-Jährigen und bei der 15-Jährigen sexuell übertragbare Krankheiten festgestellt. Der Zustand der Kinder beunruhigte die Behörden, sie prüfen nun Hinweise auf sexuelle Gewalt gegen die Minderjährigen.
Die drei Erwachsenen sitzen in Haft, unter anderem wegen des Besitzes geringer Mengen an Drogen. Parallel dazu untersuchen Polizei und Justiz den Tod des Säuglings.
Sie versuchen auch zu klären, weshalb die Leiche zunächst in einem Gefrierschrank versteckt und später in einem Koffer transportiert wurde.
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