Neue Videos zeigen tödlichen Erdrutsch: Goldschürfer in Zentralafrikanischer Republik verschüttet
Die Aufnahmen zeigen den Moment, in dem der Boden in der handwerklich betriebenen Goldmine von Zamboye plötzlich nachgibt. Er reißt Menschen mit sich, die sich in der Nähe versammelt haben. Freddy Metchoubatchou befand sich am 18. August auf dem Gelände, als der Erdrutsch die Mine traf. Er filmte den Einsturz aus unmittelbarer Nähe. Die Mine liegt in der Präfektur Nana-Mambéré, rund 50 Kilometer von Baboua entfernt, nahe der Grenze zu Kamerun. Staatsanwälte in Baboua erklärten, vermutlich seien mehrere unterirdische Stollen eingestürzt und hätten die Katastrophe ausgelöst.
Rettungskräfte suchten am 21. August noch immer nach Opfern. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unglücks unter Tage befanden, ist weiter unklar. Die Bergungsarbeiten kommen wegen mangelnder Ausrüstung und fehlender Fachkenntnisse nur langsam voran.
Lokale Behördenvertreter, Freiwillige des Roten Kreuzes und Vertreter der Bergbaugesellschaften meldeten zunächst mehr als 100 Todesopfer. Das Bergbauministerium gab später eine vorläufige offizielle Bilanz von 49 Toten bekannt: 34 Staatsangehörige der Zentralafrikanischen Republik, 13 Kameruner und zwei Tschader. Sieben Verletzte kamen in ein Krankenhaus in Baboua.
Die Behörden haben die Mine vorübergehend geschlossen und eine richterliche Untersuchung eingeleitet. Sie soll die Ursachen des Einsturzes klären und mögliche Verstöße gegen Bergbauvorschriften prüfen, darunter illegalen Abbau und Schwarzarbeit.
Der handwerkliche Bergbau ist für tausende Menschen in der Zentralafrikanischen Republik eine wichtige Einkommensquelle. Viele Abbaustellen verfügen jedoch nur über minimale Schutzausrüstung, kaum bauliche Sicherungen und so gut wie keine Kapazitäten für Rettungseinsätze. Die Katastrophe ereignete sich nur wenige Monate nach einem weiteren tödlichen Mineneinsturz nahe der Grenze zu Kamerun im Juni.
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