Fraport: Mitarbeiter am Flughafen Frankfurt stirbt nach Malaria-Infektion
Ein Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens ist an Malaria gestorben, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport am Mittwoch mitteilte.
Weitere fünf Beschäftigte des Flughafens haben sich ebenfalls mit der Infektionskrankheit angesteckt und werden medizinisch behandelt.
Nach bisherigem Kenntnisstand geht der Ausbruch auf eine Mücke zurück, die mit einem Flugzeug aus einem Malaria-Gebiet nach Deutschland gelangte, vermutlich im Juli.
Fraport konzentriert sich nach eigenen Angaben nun auf Aufklärung und Vorbeugung. Beschäftigte sollen bei malariaähnlichen Symptomen einen Arzt aufsuchen und darauf hinweisen, dass sie am Flughafen arbeiten.
Am Flughafen stehen zudem Mückenfallen. Die gefangenen Tiere kommen in Labore, wo sie untersucht werden.
Seltene Übertragung
Das Robert Koch-Institut (RKI), die Bundesbehörde für Krankheitskontrolle und Prävention, spricht von "sehr seltenen" Fällen.
Malaria wird auf Menschen durch Anopheles-Mücken übertragen, wenn diese zuvor selbst infiziert wurden.
Nach Angaben des RKI gibt es in Deutschland einige Anopheles-Arten, die unter geeigneten Umweltbedingungen Malaria-Erreger übertragen können. Solche Fälle sind bisher jedoch extrem selten.
Nach Einschätzung des Frankfurter Gesundheitsamts ist die sogenannte "Flughafen-Malaria" außerhalb von Malaria-Gebieten ein äußerst seltener Übertragungsweg.
"Eine Übertragung von Mensch zu Mensch spielt bei Flughafen-Malaria keine Rolle", sagte ein Sprecher.
Eine Studie, die alle Fälle von Flughafen-Malaria und über Gepäck eingeschleppter Malaria in Europa von 1969 bis 2024 erfasst hat, kommt auf insgesamt 145 Erkrankungen, davon neun in Deutschland.
Malaria kann lebensbedrohlich sein. Zu den Symptomen zählen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation Fieber, Kopfschmerzen, Atemnot und Krampfanfälle.
"Die Krankheit kann zu Koma und Tod führen, besonders in Hochrisikogruppen", erklärte das Auswärtige Amt.
Schutz vor Mückenstichen kann helfen, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
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